Letzten Freitag war noch mein größtes Problem die Unruhe in mir und die Unsicherheit, ob das die richtige Entscheidung gewesen ist. Diese Woche kam es dann ganz anders als gedacht und ich bin ziemlich schnell vollkommen erschöpft im Bett gelandet. Und wie mir einige de ein Sabbatical gemacht haben, verraten haben: Ist das, was diese Woche los war, ganz normal und sollte die nächsten zwei bis drei Wochen andauern. Zeit für meine innere Kritikerin wieder alles infrage zu stellen und mich in den Wahnsinn zu treiben – willkommen in der Hochschaubahn der Gefühle.

Allgemein

Bis Sonntagmittag war alles gut. Ich war auf der Gerlitzen mit der Familie, bin durch den Schnee gestapft und habe mich gefreut die Sonne wiederzusehen. Um 16 Uhr bin ich dann ins Auto gestiegen und habe davor einen Blick in den Spiegel geworfen: Schock! Die schwarzen Ringe unter meinen Augen waren definitiv noch nie davor dagewesen. Die Autofahrt war eine Qual, obwohl ich nur als Beifahrerin sitzen musste. Als wir angekommen sind, bin ich direkt ins Bett.  Am Montag dann der Horror-Morgen und die Feststellung, dass ich meinen letzten Workshop 2020 nicht halten kann. Es folgten vier Tage im Bett mit dem xten mal “Grace & Frankie”, viel Tee, Schlaf und dem Gefühl mich hätte jemand überfahren. Das ist eigentlich heute noch immer so, nur dass ich mich dazu gezwungen habe aufzustehen, weil ich mich im Liegen nicht mehr ertrage. Eine tolle Woche – wirklich.

Arbeit

Und ich dachte, die letzte Woche wäre schwer gewesen. Abgesehen davon, dass mein perfektionistisches Ich einen Anfall bekommen hat als ich den Workshop absagen musste, durfte ich diese Woche einen Traumauftrag und eine Arbeit als Moderatorin absagen. Ersteres war hart, weil ich mich einfach nicht imstande sehe das in meinem Sabbatical umzusetzen. Bei zweiteren hat mein Herz eindeutig mehr geblutet, aber der Termin war während unserer Urlaubswoche im Jänner – was mir das Ganze leichter gemacht hat. Hätten wir nicht schon gebucht wäre ich ja noch auf die Idee gekommen unseren Urlaub zu verschieben oder den Urlaub zu unterbrechen, um meiner Arbeit nachzugehen – so wie sonst so. Wie bei unserer Hochzeitsreise, wo ich am Strand vom Holbox herumgelaufen bin, hysterisch, ob die Programmiererin wohl meine Nachrichten zum aktuellen Projekt bekommen hat oder letzten November als ich einen Workshop mitten in unserem Urlaub zugesagt hatte und an einem Tag von Kärnten nach Wien und wieder zurückgefahren bin – für 1,5 Stunden Vortrag. Nur ein paar Beispiele meiner Glanzleistungen der letzten Jahre. Ich könnte jetzt meinen, dass ich zu viel arbeite. Aber das ist es nicht – es hat einfach mein Leben eingenommen. Aber genau, um das wieder richtigzustellen, mache ich das ja gerade.

Body

Mein Körper fühlt sich an wie ein dicker alter nasser Bademantel den ich von einem Eck zum anderen schleppe. Die Energie einfach raus ist. Ich bin einfach erschöpft. Mein Körper hat in den letzten 12 Monaten viel leisten und über sich ergehen lassen müssen und deswegen bin ich ihm da auch nicht wirklich böse. Trotzdem nervt gerade dieses herumgeschleppte meinem Geist sehr. Aber so ist das jetzt einmal. Ich versuche ihm zu helfen, indem ich verschiedene Vitamine zu mir nehme. Eine ganz interessante Feststellung, die ich diese Woche allerdings gemacht habe: Ich scheine in den letzten sechs Monaten in denen ich so gut wie nur “vegan mit Fisch” gelebt habe zu wenig Eiweiß zu mir genommen zu haben und verfalle  bei jeder Eiweißquelle, die ich zu mir nehme in einen Rausch. Habe deswegen mir nun Erbsen-Eweiß-Protein gekauft . Schauen wir mal, ob das hilft. Zum Frühstück gibt es ab jetzt wieder Smoothies mit allen möglichen Dingen drinnen. Habe das Gefühl das Protein geht richtig unter die Haut – es kribbelt. Nachdem ich das von Zeiten, in denen ich andere Mängel gehabt habe, kenne, nehme ich an, dass mein Körper das mehr als dringend benötigt. 

Ich habe beschlossen jetzt jeden Freitag Morgen ein Foto von mir zu machen – schauen wir mal, ob sich durch das Sabbatical was verändert . Irgendwie spannend.

Soul

Ich mag keine Hochschaubahnen und jetzt bin ich mitten in einer mit verschiedenen Loops. Mein Gemüt ist im Vergleich zur letzten Woche wieder sanfter geworden, aber ich habe das Gefühl, dass sich zig Lianen um meine Extremitäten geschlungen haben, und in verschiedene Richtungen ziehen. Obwohl ich die Woche so und so meine Zeit mit schlafen und Netflix verbracht habe, konnten sich die verschiedensten Dämonen trotzdem zeigen – vor allem in der Nacht. Meine Träume sind wahnsinnig echt und grausam, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich viele Dinge so lösen. Schauen wir mal wie es nächste Woche wird. Ansonsten ist mein Kopf hyperaktiv und voller Ideen, die ich aufschreibe – wenn ich so weitermache brauche ich 7 Leben, um das alles noch zu machen. Mir reißt es die ganze Zeit hin und her. Gleichzeitig merke ich wie ich mit etwas Abstand mich selbst mehr spüre – das ist sehr aufregend gerade.

Yogalehrer Ausbildung

Letzte Woche super motiviert, diese Woche einfach nur fertig. Deswegen habe ich nicht wirklich viel gemacht. Nachdem es mir körperlich langsam besser geht, starte ich vielleicht am Wochenende wieder mit einigen Übungen und vor allem möchte ich meine Meditationen wieder beginnen. Spätestens am Montag gibt es aber auf jeden Fall einen Tag voller Meditation. Der 21.12 ist nicht nur Winterbeginn, sondern diesmal kommt es zur “Großen Konjunktion” oder “Königsaspekt” zwischen Jupiter und Saturn. Sie sind so nah beieinander wie schon lange nicht mehr. Es gibt dazu z. B., auch eine Theorie,  dass die heiligen drei Könige durch diese Konstellation nach Bethlehem geführt wurden.
Energetisch ist das ein wichtiger Tag für uns. Wer wie ich extrem auch diese Sachen reagiert (meistens lese ich es dann nach), kann ich raten einfach am Montag sich Zeit zu nehmen, Tee zu trinken, Yoga zu machen und zu meditieren. Und schaut auch auf dem Himmel – man kann das mit freiem Auge beobachten.

Lesestoff

Ich lese noch immer das Buch von letzter Woche, habe aber aufgrund meiner Verfassung auf ein anderes Buch gewechselt: die Autobiografie von Ghandi. Die auf der einen Seite furchtbar enttäuschend ist, auf der anderen Seite auch eine Erleichterung mit sich bringt: Er war auch nur ein Mensch. So wie immer habe ich dann aber auch sehr viele YouTube Videos über ihn uns einige Kritiker gesehen. Die Menschheit sollte wirklich aufhören Menschen auf unangreifbare Podeste zu stellen-sie sind wirklich auch nur Menschen.

Zizat der Woche

Wenn ich loslasse, was ich bin, werde ich, was ich sein könnte. Wenn ich loslasse, was ich habe, bekomme ich was ich brauche.

Laotse
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