Das Kurhaus Marienkron

Meine Zeit in Marienkron: drei Tagen Retreat & Reboot

Kurhaus Marienkron Erfahrungsbericht

Gefühlte 10000 mal habe ich schon Google angeworfen und nachgesehen, ob es einen Ort gibt, an dem ich mich erholen kann und gleichzeitig für mich etwas Gutes tun könnte. Das ist gar nicht so einfach. Eine Therme ist für mich oft stressig, ein Wellnesshotel bietet oft zu wenig medizinische Betreuung an, um mir wirklich das Gefühl zu geben, dass ich etwas für mich tue, auch wenn ich es entspannend finde. Aber manchmal brauche ich einfach mehr: Ic will einfach die Zeit, die ich mir nehme, dazu nutzen mich mehr um mich kümmern und einem stressfreien als auch gesünderen Leben näher kommen. Dabei möchte ich mich etwas fallen lassen, mich nicht um meine Ernährung (glutenfrei, Hashimoto) aktiv kümmern müssen und gleichzeitig genügen lernen und Informationen bekommen, dass ich es Zuhause beherzigen kann – klingt nach einer eierlegenden Wollmilchsau? Ja und trotzdem habe ich diesen Ort gefunden. Das Kurhaus Marienkron ist unaufgeregt, bodenständig, elegant, herzerwärmend, gesund, medizinisch, schön und vor allem der perfekte Ort um einige Gänge runter zuschalten. Hier lernt man das, was man braucht, um seinen Darm und Körper auch im Alltag glücklich zu machen und sich auch dann, wenn man im Stress ist, das richtige zu tun damit es einem guttut. Man sagt, dass unser Darm unser zweites Gehirn ist – dann sollten wir diesem zumindest so viel Aufmerksamkeit widmen wie unserem Kopf, mit dem wir uns ständig beschäftigen, oder? Zumindest sehe ich es so.

Ich hatte das Glück das Kurhaus Marienkron einige Tage ausprobieren zu dürfen und ich war wirklich hellauf begeistert. Manche haben vielleicht meine Stories auf Instagram verfolgt und haben mir auch ansehen können, dass ich wirklich sehr angetan war. Es war einfach ein rundum sorglos Paket – von der Besprechung mit der Ärztin Dr. Göschl bei der ich einiges neues gelernt habe, über die Trainings, die ich besuchen durfte, bis hin zu den Vorträgen war es einfach ein Traum. Aber bevor ich gleich einsteige noch etwas zum Haus und den Dingen die man hier erleben kann. 

Das Marienkron – ein Ort voller Herzen

Marienkron ist heute ein Kurhaus, welches sich auf den Darm spezialisiert hat. Es hat aber seinen Ursprung im daneben liegenden Kloster der Zisterzienserinnen die auch teilweise in Marienkron arbeiten und die man immer wieder beim Spaziergang oder beim Abendessen trifft. Begegnungen die voll mit Herzlichkeit und Aufrichtigkeit sind, die mir persönlich sehr gutgetan haben, als ich dort war. Wo vor 50 Jahren die Ordensschwestern Kneipp-Kur- Gäste begrüßt haben, ist heute das Zentrum für den Darm, welches mit viel Herzlichkeit und Aufmerksamkeit betrieben wird. Ich muss ehrlich sagen, dass ich über die Herzlichkeit und Offenheit von allen Menschen, die hier arbeiten, wirklich hellauf begeistert war. Es sind bekanntlich die Menschen und die Verbindungen zu ihnen, die unser Leben so reich machen – das spürt man hier und tut neben den Behandlungen richtig gut.

Die Gesundheit liegt in deinem Darm

Das eine ist der Standort und die Menschen, das andere das Fachexpertenwissen welches ein Kurhaus braucht. Und hier hat sich das Marienkron nicht nur einen Experten geholt, sondern einen der führenden Mediziner Europas zum Thema fasten und integrative Medizin als Berater zur Seite geholt:  Prof. Dr. Andreas Michalsen. Wem der Name nichts sagt: Seine Bücher sind sehr bekannt und seit 2009 ist er Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus Berlin und Inhaber der Stiftungsprofessur für klinische Naturheilkunde am Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Wie ich in Marienkron war, sind drei Patienten, die ich kennengelernt habe wegen seiner Expertise und Namen nach Marienkron aus Deutschland gekommen (eine Information für alle Skeptikerinnen wie mich die immer und alles und jeden hinterfragen 🙂 

Dass unser Darm aber essenziell für unsere Gesundheit ist, das meint nicht nur er, sondern ist mittlerweile auch mehr als nur wissenschaftlich beweisen. Meine Erfahrung ist, dass man sich aber erst mit dem Darm beschäftigt, wenn es einfach gar nicht mehr anders geht . Obwohl Nahrung und unser Darm so nahe liegend ist, neigen wir irgendwie dazu die Dinge woanders zu suchen. Unser Darm liegt allerdings nicht nur im Zentrum unseres Körpers, es ist das Zentrum unseres Körpers – so sehe ich das. Und in diesem Leben 2 Kilo Darmbakterien welche jeden Tag ihre Arbeit für uns machen. Das sogenannte Mikrobiom (so bezeichnet man die Darmflora + die genetische Information) besiedelt dabei unseren 5 bis 8 Meter langen Darm, ist unser Schutzschild gegen Krankheitserreger, spaltet Nahrungsmittel in Bestandteile, baut Medikamente und Gifte ab, produziert Vitamine, produziert Energie und ist wahnsinnig wichtig für das Immunsystem – um nur ein bisschen was zu nennen. Haben wir Stress, nehmen wir Medikamente (vor allem Antibiotika), sind wir auf Reisen oder nähren wir unser Mikroboim nicht richtig, kommt er aus dem Takt und usnere Probleme nehmen seinen Lauf. Ich habe z.B. vor einigen Jahren nach einer Antibiotika-Therapie vergessen Darmbakterien zu schlucken und habe mich ziemlich ungesund ernährt. Nach ein paar Wochen wunderte ich mich dann, dass ich Säure-Problem hatte – bis ich nicht mehr im Liegen schlafen konnte (kennen viele Leute vor allem im Alter), mein Allgemeinarzt hat mir dann Protonenpumpenhemmer (Magenschutz) verschrieben – das half dann ein bisschen, aber es wurde immer schlimmer – je mehr ich das Zeug genommen habe, desto mehr Säure hat mein Magen produziert und je mehr Säure ich hatte, umso mehr, Probleme hatte ich. Ein furchtbarer Kreislauf, der dann irgendwann von einem Naturheilkundler entdeckt und beseitigt wurde – mit Zeit, Nährstoffe und Nahrungsmittel welche meine Darmbakterien fütterten. Wer das kennt, dem kann ich hier nur raten sich mal mit dem Darm und was er dem zuführt oder nicht zuführt zu beschäftigen. 

Aber es ist mehr. Es gibt immer mehr wissenschaftliche Studien die wirklich unfassbares entdecken was so das Mikrobiom auch beeinflusst bzw. ein “schwaches” Mikrobiom fördern kann, wie z.B. Alzheimer-Demenz, Depressionen, Allergien, Neurodermitis, Psoriasis, Diabetes, Fettleber und natürlich auch Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Reizdarm, usw. 

Wenn du gerade ein paar Dinge gelesen hast, die auch dich betreffen, würde ich dir raten dich mit dem Thema näher zu beschäftigen – das kann Lebensverändernd sein – war es zumindest für mich. 

Hinweis

Schon Gewusst?!
Dein Mikrobiom ist so einzigartig wie dein Fingerabdruck. 

Marienkron – mein Programm

Grundsätzlich dauern die Kuren im Marienkron 7 bis 10 Tage. Ich war insgesamt von Sonntag bis Donnerstag da um einfach mal einen Einblick zu bekommen, was hier alles möglich ist – und das ist eine Menge. Ein bisschen ein Einblick in meinem Tag. möchte ich euch aber dann doch geben:

1 Tag

Am ersten Tag durfte ich in der Früh zum Erstgespräch mit Dr. Göschl, der ich meine Ziele schildern durfte und die mir auch gleich einige Tipps mitgegeben hat. Vor allem hat sie mir auch Tipps gegeben, die ich gerne ausprobiere. Danach habe ich eine wunderbare Fußreflexzonenmassage bekommen, die naturgemäß etwas schmerzt, aber einfach gut tut. Anschließend ging es für mich spazieren im wunderbaren Park und ich habe einfach mal meinen Stress versucht abzubauen bevor ich dann zum Coretraining ging und ich einiges für meine Wirbelsäule gemacht habe. Den Tag habe ich dann abgeschlossen mit einem Vortrag über gesunde Ernährung wo ich mal wieder viel mitgenommen habe, obwohl ich da doch schon eine Menge weiß.

2 Tag

Am zweiten Tag ging es zum Morgengruß im Freien “Aktives Erwachen” wo man sich einfach mal bewegt und den Tag begrüßt. Anschließend durfte ich Kräftigungsübungen am Theraband machen – wo ich bemerkt habe, dass ich kaum Kraft habe. Um herauszufinden wie mein körperlicher Zustand wirklich ist, durfte ich dann eine B.I.A. (Bioelektrische Impedanzanalyse = Messung machen, bei der die Zusammensetzung meines Körpers unter die Lupe genommen wurde. Nach der Theraband-Übung war zu erwarten, dass meine Muskeln etwas stärker sein dürften, aber sonst war alles in Ordnung. Anschließend gab es Leberwickel im Zimmer (sehr angenehm!), eine Yogastunde und einen Mikrobiom-Vortrag. Der Tag ist wie im Nu vergangen und ich bin wirklich ins Bett gefallen.

3 Tag

Achtsamkeit ist ein Thema, welches mich ja sehr begleitet – an diesem dritten Tag hatten wir eine Atemstunde, bei der wir Achtsamkeit trainiert haben. Das ist das Schöne an Marienkron: hier gehts um Körper & Geist. Danach durfte ich eine Körpermassage nach Breuss machen, von der ich schwer begeistert war. Am Nachmittag ging es dann zum Nordic Walken, was zwischen den Weinbergen in Mönchhof wirklich schön ist. Abschließend noch ein Core Training und schon war der dritte Tag um – viel zu schnell!

Am vierten Tag habe ich noch das Morgenerwachen mitgemacht und bin dann mit dem Zug wieder nach Wien – das ist ein großer Vorteil von Mönchhof: Man ist in einer Stunde in der Stadt.

Ich hätte hier noch mindestens eine Woche bleiben können – das Programm ist abwechslungsreich, man ist im grünen, hat die Möglichkeit auch einfach die Seele baumeln zu lassen, kann Sport machen, etwas über seinen Körper lernen und bekommt dann auch noch tolles Essen, welches einem guttut – eine Kur wie ich sie mir wünsche. Und ich werde sicherlich noch mal hinfahren. 

In Sachen Essen gab es wirklich ganz unterschiedliche Sachen und sie haben wirklich alle sehr gut geschmeckt. Das ist bei meiner doch recht komplizierten Ernährung (kein Gluten, keine Milchprodukte, kein Schweinefleisch, usw.) oft schwierig. Hier war es gar nicht so. Grundsätzlich wird in Marienkron vegetarisch gekocht – wer möchte, kann sich Fisch oder Fleisch dazu bestellen. Wobei ich jedem rate sich auf die vegetarische Zeit einzulassen – das tut einfach gut.

Das Programm ist natürlich sehr körperlich und man merkt schon am zweiten Tag, dass man sich einfach wohler in seiner Haut fühlt. Was für mich aber immer auch wichtig ist, wenn ich wegfahre ist, dass ich mich wirklich entspannen kann und einfach die Seele baumeln lassen kann. Das kann man in Marienkron ganz großartig. Es gibt einen kleinen Pool, Sauna und Dampfbad die sehr schön sind, die Gäste, die hier hinkommen sind, wahnsinnig respektvoll und sympathisch. Und: ich muss sagen: Ich hatte immer das Gefühl, dass die Mitarbeiter wahnsinnig darauf achten einem “den Raum den man braucht zu lassen”. Klingt vielleicht komisch, aber das ist etwas, das für mich wahnsinnig wichtig ist, wenn ich mich entspannen möchte. Und ich hatte zu jeder Zeit das Gefühl, das hier wahnsinnig achtsam damit umgegangen wird. 

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich in drei Tagen meinen Stress abgebaut habe – das war natürlich nicht so. Unter 7 Tagen so was zu behaupten, finde ich immer schwierige. So richtig relaxen, tue ich mich persönlich erst nach 10 Tagen – nach 14 Tagen bin ich meistens wieder “Stress bereit”. Aber ich bin viel gelassener wieder nach Hause und ich hatte wirklich den Eindruck, dass man hier ehrlich und in Ruhe zu sich kommen kann und sich wieder auf das wesentliche besinnen kann. Das ist wichtig und vor allem für mich ein Zeichen, dass es ein wirklich guter Ort für ein “Retreat & Reboot” ist. 

Spirituelles & Gedanken von Herzen

Dieses “auf wesentliche besinnen” hat aber nicht nur mit dem Kurprogramm zu tun. Ich bin dann doch ein sehr spiritueller Mensch und behaupte mal, dass ich mich sehr auf Energien einlassen kann. Marienkron ist nicht nur ein Platz für deinen Körper, sondern auch für deinen Geist. Der Park ist mit so viel Liebe angelegt und hat so viele wundervolle Pflanzen, dass man das Gefühl hat, man wäre im Paradies. Setzt man sich unter einen Baum, schließt man hier seine Augen, während die Sonne an der Nase kitzelt und atmet man tief durch, kann man die Kraft spüren, die hier sehr aktiv sind. Die Kraft die diese unfassbar herzlichen Menschen hier kreiert haben. Und das ist wundervoll. 

Ich könnte sagen, dass Marienkron mein Herz erobert hat – aber das wäre ein bisschen kitschig, nicht?

Fotos & Eindrücke vom Kurhaus

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Ist das Marienkron etwas für dich? Ja, wenn…

  • Du etwas für dich und deine Gesundheit (Körper & Geist) tun möchtest
  • Du, die Ruhe und Zeit für dich suchst 
  • Du dich aufs wesentliche konzentrieren magst
  • Du eine medizinische Begleitung zu deiner Kur suchst
  • Du auf der Suche nach einem auf dich zugeschnittenen Programm bist
  • Du mehr über deine Gesundheit lernen möchtest