Wie oft begegnet man Menschen, liest Bücher, hört Podcasts und sieht Dinge die man so gerne auch für sich umsetzen kann, aber irgendwie schafft man es nicht, weil er Zeitpunkt noch nicht gekommen ist, oder weil man einfach noch nicht bereit ist. Man hat “Aha-Effekte”, Momente der Einsicht, erkennt in seiner Reflexion Dinge, aber weiß nicht wie man diese in seinen Alltag umsetzen soll – oder gar ob man das will. Das Leben zeigt einem so viele Dinge, aber manchmal kann man sich einfach in dem Moment nicht wahrnehmen, gar in sein Leben einbringen. Ich denke dass ist etwas, dass uns allen passiert. Wir sind gefangen in diesem Alltag den wir versuchen zu meistern, in den gesellschaftlichen Zwängen, denen wir versuchen genüge zu tun und den gelernten Gedanken und Verhaltensweisen die wir aus Angst nicht immer hinterfragen vermögen. Und doch wünschen wir uns innerlich uns diesen ganzen Themen zu stellen, die Dinge loszulassen uns nicht guttun, die Dinge mehr tun, die uns nähren und uns im Hie rund Jetzt zu begegnen – uns selbst und auch anderen. Nicht im Gestern nicht im Morgen, sondern im Jetzt.

Was ist Achtsamkeit?

Als ich vor 10 Jahren Eckhardt Tolle gelesen habe wusste ich , dass ich das was ich da lese, umsetzen möchte. Ich habe immer wieder in den letzten Jahren dafür gekämpft und doch war mir mein Ego immer wieder im Weg. Im “Jetzt” zu leben, bedeutet Dinge wie das gestern oder das morgen loszulassen. Es bedeutet seine Sinne und sein Sein auf diesen einen Moment, diesen einen Atemzug, diesen einen Augenblick zu konzentrieren. Zu hören, zu spüren, zu riechen, zu fühlen und dieser Erfahrung Raum zu geben, um sie sich entfalten zu lassen. Es bedeutet einfach zu Sein mit allem, was man ist – nicht mehr und nicht weniger.

Achtsamkeit ist die grundlegende menschliche Fähigkeit, vollständig präsent zu sein, zu wissen, wo wir sind und was wir tun, und nicht übermäßig reaktiv oder überfordert von dem, was um uns herum vor sich geht.

Dabei ist Achtsamkeit nichts, was einem zufliegt oder von selbst passiert, sondern es erfordert Übung. Vor allem in unserer Gesellschaft die ständig nur von A nach B läuft, alles be- und verurteilt, immer schneller, besser weiter sein möchte und sich so selten besinnt auf das, was gerade ist.

Ich habe in den letzten Jahren unermüdlich versucht diese Achtsamkeit in meinen Alltag zu bringen. Mit ihr zu leben, sie zu erspüren, die Momente wahrzunehmen, langsamer zu gehen, innezuhalten – das ist mir in den letzten Jahren mehr oder weniger gut gelungen. Oft in Schüben, weil ich es unbedingt wollte. Oft mit einem irren Kampf mit meinem Ego, weil es sich widerspenstig erwiesen hat, wenn es darum ging das Gestern und das Morgen loszulassen. Und dass ich jetzt nicht arbeiten, sondern meditieren gehe, fand mein Ego gar nicht witzig. (Wer kennt nicht den Engel und das Teufelchen auf der Schulter?) Wie so ein kleines Kind, dass sich auf den Boden schmeißt, sich schwer macht und brüllt, als ob die Welt untergehen würde – genau so hat sich das oft angefühlt. Aber ich habe nicht aufgegeben. Ich bin in Meditation-klasse gegangen, habe Yoga praktiziert, habe neue Weg gesucht wie ich mich auf das “Jetzt” konzentrieren kann, wie ich achtsamer mit mir Umgehe, wie ich den Moment mehr spüren kann. Auf und Ab – manche würden es “Inkonsequenz” nennen, ich nennen es das Leben.

Das Leben ist nicht gleichmäßig, sondern voller Höhen und Tiefen vor denen wir uns nicht entziehen können.

Wo ich Achtsamkeit übe

Viele Menschen denken beim Wort Achtsamkeit an Meditation, an Kurse, an Yoga – alles Dinge die mit Ausgaben zu tun haben, mit Terminen, mit Dingen die man organisieren muss. Dabei ist Achtsamkeit etwas , dass wir ständig üben können. Ob es die erste Bewegung nach dem aufwachen ist, das hinhören wenn die Vögel vor dem Fenster zwitschern oder wenn man seinen ersten Schluck Kaffee am morgen trinkt und die Flüssigkeit mit seinen Gedanken den Körper entlangt verfolgt. So bekommen diese Dinge die wir so im Alltag auch gerne tun die Aifmerksamkeit die man ihnen schenken sollte.

Dankbarkeit & Achtsamkeit

Manche Menschen können sich unter Achtsamkeit nicht wirklcih etwas vorstellen. Es ist komisch für sie sich auf seine Sinne zu besinnen oder sich auf den Moment einzulassen. Eine Methode die ich finde sich da anbietet ist sich auf Dankbarkeit zu fokussieren. Auch wenn es nicht mehr Usus ist, weil es als religiöse erachtet wird: Ich finde es schön kurz inne zu halten bevor ich etwas Esse und einfach danke zu sagen dafür dass es da ist und dass es für mcih gewachsen ist und mich nähren wird. Das ist für uns in Österreich eine Selbstverständlichkeit geworden. Würden wir auf die Wlet von oben schauen, würden wir bemerken wie wenig selbstverständlich diese Menge und Vielfalt an Nahrungsmitteln ist – dafür kann man dankbar sein. Einfach die Dinge als auch die Menschen wertschätzen, die einem fehlen würden wenn sie nicht da sind.

Meine Reise

Als ich angefangen habe achtsamer zu leben, habe ich sporadisch mich daran erinnert dankbar zu sein, habe 2 Minuten Stille ausgehalten und bei der Meditation habe ich beim 35 Gedanken über die saure Milch im Kühlschrank und die Wäsche aufgegeben. Ich erinnere mich, dass ich manchmal entnervt aufgesprungen bin und Dinge gemacht habe damit die Gedanken mich nicht so zermürben. Manchmal hätte ich mich am liebsten Ohrfeigen können, wenn ich mal wieder beim Yoga mehr bei der Yoga Hosenmarke meine Nachbarin war, als bei meiner Atmung. Heute ist es anders, heute winke ich innerlich den Gedanken zu und kann 2 Stunden in Stille sitzen (mehr geht auch noch nicht), ohne mich über den Gedanken der versucht mich in seinen Bann zu ziehen zu ärgern. Aber da geht noch mehr – viel mehr. Und auf diese Reise, die Fragen die damit Konfrontiert sind, die Antworten die ich finde und den anderen Dingen, die ich auf der Reise wundervoll finde, nehme ich euch jetzt mit. Natürlich mit Sukkulenten, Makramees, und dem einen oder anderen DIY der mir dabei hilft meine Gedanken zu ordnen. Oder auch Reisen die mir helfen mal Perspektiven zu wechseln oder sonstigen Dingen, die ich so probiere, die mir helfen das Leben schöner zu machen, besser zu verstehen gesünder zu sein, mich mehr zu lieben und anderen zu helfen. Wie sagt man so schön:

Enjoy the journey.

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