„Kula“ kommt aus dem Sanskrit und bedeutet unter anderem „Gemeinschaft“. Yoga hilft uns, sich verbunden zu fühlen: zu sich selbst und zu anderen. Mit dieser Intention wurde 2008 YogaKula im ersten Bezirk gegründet: Ein für alle zugängliches Studio, das Tradition mit moderner Herangehensweise verbindet.

 

Dass ich mit Begeisterung Yoga betreibe, ist kein Geheimnis. Manchmal mehr, manchmal weniger, aber im Durchschnitt bin ich 2 mal in der Woche auf der Matte. Dabei gebe ich körperlich und geistig mein Bestes. Manchmal gelingt es mir besser, manchmal weniger. Es hängt eben ab, wie fit man als gesamtes gerade ist. Nicht immer gehe ich zu einer Klasse, weil es sich zeitlich nicht ausgeht oder weil ich gerne mit mir sein möchte – je nach Laune.

Wenn ich aber zu einer Yogaklasse gehe, ist mir besonders wichtig, dass man mich korrigiert. In den Jahren, in denen ich Yoga praktiziere, haben sich natürlich Fehler eingeschlichen. Und auch komme ich manchmal bei einer Asana einfach nicht weiter, weil keiner da ist, der mich dort unterstützt, wo es mein Körper braucht. Oder ich langweile mich bei bestimmten Asanas, weil es Studios gibt die immer wieder das Gleiche machen.

Nicht falsch verstehen, ich liebe ja Routinen, aber wenn der Ablauf wie in einer Hot Yoga Klasse ist, langweile ich mich nach der zehnten Stunde einfach. Dabei bin ich weit entfernt davon ein “Profi” zu sein oder gar perfekt im Flow zu bleiben, aber wenn man so viele Klassen besucht hat wie ich – ist es, dann manchmal etwas öde, wenn man immer wieder nur bekannte Dinge macht.

Abgesehen davon, ist es mir mit dem Alter immer wichtiger geworden einen Yoga Teacher zu haben auf den ich mich verlassen kann, der sich auskennt, wenn ich eine Bewegung falsch mache und mich durch Hilfestellungen und Anweisungen daran hindert mich selbst zu verletzen.

Letzteres ist leider selten geworden in den meisten Studios. Eine 200 Stunden Yoga- Ausbildung ist einfach schnell gemacht und nachdem es keine Regelungen gibt, hat man es manchmal auch mit Laien zu tun.  Wenn man zwanzig ist, hat das meistens nicht so schlimme Auswirkungen , aber spätestens, wenn es Richtung 40 geht, bereut man jede Sekunde, in der man Bewegungen nicht korrekt ausführt. Der Bewegungsapparat wird einfach sensibler.

Deswegen ist es umso wichtiger Yogaklassen zu besuchen , in denen jemand sich um einen sorgt und einem auch die richtigen Anweisungen gibt, um alle Asanas so richtig wie nur möglich zu machen. Dazu braucht man einfach ein gutes Studio mit erfahrenen Lehrern und auch die Möglichkeit bestimmte Asanas zu vertiefen – durch Workshops mit Leuten aus der ganzen Welt oder bei Retreats in denen man das Thema Yoga ins Zentrum stellen kann. So sehe ich das zumindest.

Auf der Suche nach einem Studio, in dem die Klassen unterschiedlich sind, die Teacher längere Erfahrungen haben und auch Asanas dabei sind bei denen ich herausgefordert werde, bin ich wieder zurück ins Yogakula gekommen. Warum zurück? Weil ich schon vor einigen Jahren hier war. Damals war die Lage für meine Wege nicht so gut, deswegen hat es nicht geklappt mit dem öfters hingehen. “Nicht so gut” – für mich die zwischen 12. und 15. gereist ist. Heute ist es perfekt: Das Studio liegt im ersten in der Bösendorfer Straße und ist somit von der U-Bahn Karlsplatz oder meinem Lieblingsparkplatz in der Mahler Straße nur ein Sprung entfernt.

Neben der perfekten Lage, ist alles, da was man so in einem Studio braucht: eine angenehme Umkleide, Duschen, Kästchen, Matten zur freien Nutzung und mehr. Wunderschön ist der von Licht durchflutete große Yogaraum der vor allem am Vormittag ein Traum ist.

 

Stunde mit Andrea Filseker

Als ich von Yogakula eingeladen worden bin eine Stunde zu besuchen, bin ich ziemlich schnell auf die Vinyasa Yoga Flow Klasse  mit Andrea aufmerksam geworden. Mich hat ihr Bild und  Story sofort angesprochen und ich wurde auch nicht enttäuscht. Die Klasse war nicht nur anspruchsvoll, sondern Andrea hat immer wieder darauf geachtet, dass wir die Asanas richtig machen, unterstützt besser in die Bewegung zu gehen und durch Erklärung darauf hingewiesen wie sich diese Asana anfühlen soll. Ich war nach der Stunde zwar richtig erschöpft, aber auch wieder richtig von Vinyasa Yoga begeistert.

Es ist einfach schön für mich meine Grenzen zu spüren und immer ein Stückchen besser zu werden oder neues von meinem Körper zu erfahren. Neben ihrer Klasse gibt es natürlich zahlreiche andere Yoga Teacher die im Studio unterreichten und jeweils eine andere Art von Yoga anbieten, außerdem kommen regelmäßig internationale Lehrer welche die verschiedensten Vertiefungen anbieten – etwas für Yogis und Yoginis die sich weiterbilden und ihre Grenzen ausloten wollen.

Gelebte Gemeinschaft

Yoga ist nicht nur mit sich sein, es ist auch eine Lebensweise. So sehe ich das zumindest. Es ist wichtig, wenn man Yoga macht auch sich, als Teil eines gesamten zu sehen, die Gemeinschaft zu erspüren und auch sich bei den anderen Yogis zu bedanken für die Energie die sie in den Yogaraum bringen. Es sind die Momente, bei denen man ganz bei sich ist und Gleichzeit sich mit anderen verbunden fühlt, die Yoga und die Community rund um das Thema ausmachen.

Diese Momente kann man nicht nur Sammeln, sondern einfach genießen. Manchmal reicht aber die Klasse nicht dafür aus bei sich zu sein und vor allem zu bleiben oder man möchte einfach längere Zeit in diesem Flow bleiben. Dazu eignen sich Workshop-Tage oder Retreats. Bei letzterem war ich – zugegebenermaßen – noch nie. I

ch hatte immer eine sehr romantische Vorstellung von so einem Yoga-Retreat in Bali, aber irgendwie will ich nicht für 10 Tage, in denen ich mit mir sein will einen so langen und vor allem nicht wirklich umweltfreundlichen Flug auf mich nehmen. Warum ich eigentlich bisher nie ein Retreat in Österreich in Betracht gezogen habe, weiß ich nicht.

Yogakula- Yoga Retreat in Niederösterreich

Schon mal von der Stadtflucht Bergmühle gehört? Ja, und auch schon vom Refugium Bergmühle? Letzteres ist ein wunderschöner Platz gleich ums Eck von der Stadtflucht. Ein wundervolles Haus mit unglaubliche schöner Einrichtung, welches 30 Minuten von Wien entfernt ist.

Genau dort veranstaltet das Yogakula von 22. bis 24. Februar ein Yoga Frühlings Retreat mit Andrea. Noch gibt es freie Plätze. Es wird sicher ein Traum!

Infos zum Retreat findest du auf Yoga Frühlings Retreat

Leider bin ich da noch auf Urlaub, aber beim nächsten mal bin ich definitiv auch dabei – so schön!

Namaste!

 

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