Emotional Freedom Technique Blog

“Stress, akute Erregung, Ängste, Phobien, Panik, belastende Erinnerungen, Traumata, Posttraumatische Belastungsstörung, Trauer, Wut, Schuldgefühle, körperliche Symptome wie chronische Schmerzen, Allergien und einige psychosomatische Reaktionen.”

Die Wikipedia-Einträge zum Thema EFT (emotional freedom technique)  und dessen Einsatzgebiete, klingen wie die Aufzählung von sehr vielen Abschnitten meines bisherigen Lebens und gleichzeitig sind sie der Beweis dafür, dass für mich EFT kein Märchen ist, sondern auch wirklich funktioniert. Ob ich daran geglaubt habe, als ich das vor 20 Jahren es das erste mal eingesetzt habe? Nein. Aber nach einigen Energieübungen mit meiner Therapeutin habe ich ganz schnell gemerkt, dass mein Körper und mein Geist eins sind und damit ein Klopfsystem nicht verkehrt sein kann.

 

Emotional freedom technique – was ist das?

Psychologische Klopf-Akupressur, wird es oft genannt, aber trifft es meiner Meinung nach nicht so gut. EFT ermöglicht die Überwindung negativer Gefühlsmuster, die emotionalisierte energetische Störungen oder Blockaden verursacht werden. Dabei werden bestimmter Punkte auf den von der Traditionellen chinesischen Medizin definierten Meridianen liegen, beklopft. Dadurch werden diese Blockaden aufgehoben und der Energiefluss wird wiederhergestellt.

Um ein Beispiel zu geben: Wenn uns etwas emotional sehr aufwühlt, verkrampfen wir uns innerlich, durch die wenige Luft hyperventilieren wir und machen oft alles noch schlimmer. Durchs Klopfen und sprechen entspannt sich das wieder und man kann mit dem Thema wieder gelöster umgehen – so ergeht es mir immer.

 

Was passiert bei EFT?

Bevor man startet, fragt man sich – oder wird gefragt – wie viel Stress eine bestimmte Situation von 1-10 für einen bedeutet. Danach werden Akupressurpunkte geklopft und dabei “Mantras” gesprochen mit denen man diesen Stress herausklopft. Das kann z.B. sein, dass man Panikattacken beim U-Bahn fahren hat und dann klopft  “Obwohl ich panische Angst in der Ubahn  habe, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin“ oder ähnliches.

EFT hat für mich auch einen meditativen Charakter in sich, da man immer wieder diese Sätze wiederholt und die verschiedenen Punkte ausklopft, sich danach fragt, ob es besser ist. Meistens wird es besser, weil der Stresspegel durch das Klopfen und das “entstressen” der Gedanken und des Körpers besser wird. Je öfter man es macht, desto geübter ist man und – soweit ich das beurteilen kann- desto schneller reagiert auch der Körper darauf. Daher es folgt recht rasch eine Entspannung dadurch, dass man die Aufmerksamkeit aus der Stresssituation zieht.

 

Emotional freedom technique – das habe ich der Technik zu verdanken

Oft hört man von Techniken die andere anwenden, um etwas zu überwinden, aber so ganz glauben kann man es nicht. Es ist auch so – man muss sich schon selbst darauf einlassen, um eine Lösung zu finden. Ich bin in meinem Leben schon oft angestanden oder habe Hindernisse in mir nicht alleine überwinden können. Deswegen bin ich sehr offen für neue Dinge. Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass ich vieles nicht mit Logik erklären kann. Was ich aber erklären kann – vor allem fremden Menschen wie dich – ist wie etwas bei mir gewirkt hat und wie es mir geholfen hat.

Deswegen möchte ich euch hier zwei Beispiele aus meinem Leben erzählen – wobei ich EFT wirklich regelmäßig nutze – denn es gibt immer wieder im Leben Momente, in denen man sich nicht gewachsen fühlt und die einen massiven Stress verursachen – dort hilft es mir, um einen klaren Kopf zu bekommen.

 

EFT bei Prüfungsangst

Ich habe durch meine Schwierigkeiten nach dem Umzug nach Österreich und meinen nicht-ankommen bei den Lehrern eine furchtbare Prüfungsangst bekommen, die aber durch viele andere Probleme, erst im Studium sich wirklich bemerkbar gemacht hat. Das muss man sich so vorstellen, dass ich 8 Wochen gelernt habe, alles perfekt konnte und kaum ging ich zum Prüfungssaal, hatte ich alles vergessen – zumindest für die nächsten zwei Stunden. Nach der Prüfung war ich ganz klar und wusste wieder alles.

Nachdem ich EFT kennengelernt habe, bin ich 30 Minuten vor der Prüfung auf die Toilette, habe mich eingesperrt und habe in Ruhe 20 Minuten geklopft. Bei der ersten Prüfung hat das nicht so funktioniert, ab der zweiten war die Sicherheit zumindest soweit da, dass ich alles wusste. Später war die Angst weg. Ohne EFT hätte ich wahrscheinlich das Studium irgendwann aufgegeben – einfach, weil es frustrierend ist wenn man das gelernte nicht abrufen kann, obwohl man es kann – so ging das wieder.

 

EFT bei (fast) Burn-out

Vor einigen Jahren hatte ich einige Burn-Out Symptome. Es ging soweit, dass ich solche Panikattacken hatte, dass ich nicht mehr alleine U-Bahn fahren konnte, geschweige denn auf einer Straße zu gehen auf der mehr als 15 Personen unterwegs waren. So richtig wahrhaben wollte ich es anfangs nicht – “das wird schon”, dachte ich mir und habe Urlaub genommen in der Hoffnung, dass danach alles wieder gut ist. Ignorieren hat noch nie geholfen, aber das muss man selbst erfahren.

Irgendwann saß ich dann im Auto auf der Autobahn, habe eine Panikattacke gehabt und musste am Pannenstreifen stehen bleiben. Ich war komplett aus dem Häuschen. Konnte nicht vor nicht zurück, nicht raus, alles drehte sich und ich habe in Panik meinen Mann angerufen, ob er mich bitte abholen kann, weil ich keinen Meter mehr fahren kann. Als ich auflegte, habe ich angefangen EFT zu klopfen ( nach dem Motto: wenn nicht hilft auch gut, aber schlimmer konnte es ja nicht werden), 15 Minuten später war ich wieder am Weg nach Hause und bin auch Zuhause gut angekommen.

Als ich einige Tage später zum Hausarzt ging und er mir leichte Psychopharmaka verschreiben wollte (und ich ihn gefragt hat ob er wirklich glaubt, dass das seine Kompetenz ist? …aber zu dem Thema schreibe ich ein anderes mal) , habe ich die Situation die das alles verursacht hat endlich akzeptiert und verstanden. Was zur Folge hatte, dass ich mein gesamtes Leben verändert habe. Ich habe damals fast täglich EFT genutzt ( und andere Techniken bzw. habe ich mir auch mit einer Psychologin helfen lassen) und heute nutze ich es dann, wenn ich merke, dass ich in mir “gefangen” bin und mich aus emotionalen Situationen körperlich oder geistig herausziehen muss.

 

EFT lernen – wo?

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man es bei einem Therapeuten lernen sollte. Hier lernt man die Energie richtig einzusetzen, seine wichtigsten Klopfpunkte zu finden und auch die Sätze zu formulieren, die man braucht. Es gibt viele online Videos und Erklärungen, aber persönlich finde ich muss man sich einfach mal eine oder zwei Sessions mit jemanden der darauf spezialisiert ist gönnen – vor allem dann, wenn man sonst nicht viel Zugang zu solchen Dingen hat. Oft braucht es auch eine andere Form der Therapie um seine Themen zu überwinden. Wer es vertiefen möchte, kann auch Kurse dazu belegen.

Auf die Suche der richtigen Person, welche dir das beibringt, solltest du dich selbst immer machen. Ich glaube ja an das Gesetz der Anziehung  – und daran dass jeder den Lehrer bekommt, den er gerade braucht.

 

Hast du schon einmal EFT probiert? Hat es dir geholfen? 

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